Objektivrevolver vereinfacht und beschleunigt flexible Messungen
Der kompakte Objektivrevolver von InfraTec erweitert die Leistungsfähigkeit des automatisierten Elektronik-Prüfsystems E-LIT und ermöglicht die präzise Erkennung selbst kleinster Fehler auf Leiterplatten und in Schaltkreisen.
Ein vom Anwender einmal festgelegter „Untersuchungsbereich“ bleibt auch dann erhalten, wenn sich das Sichtfeld nach einem Objektivwechsel ändert, sodass keine zeitaufwändige Neupositionierung erforderlich ist. Gleichzeitig werden Vibrationen und unbeabsichtigte Wärmeeinbrüche minimiert.
Mit dem automatisierten Prüfsystem E-LIT können Anwender kleinste Defekte wie Punkt- und Linienkurzschlüsse, Oxidations-, Transistor- und Diodenfehler auf einer Leiterplattenoberfläche sowie in Schaltkreisen exakt erkennen und darstellen. Um thermische Auffälligkeiten an den immer kleiner werdenden Bauteilen im Detail erfassen zu können, kommen Mikroskopobjektive mit unterschiedlicher Vergrößerung zum Einsatz.
Um Bereiche unterschiedlicher Größe prüfen zu können, musste bisher die Messung unterbrochen und das Objektiv an der Thermografiekamera händisch ausgetauscht werden. Mit dem kompakten, motorisch angetriebenen Objektivrevolver von InfraTec wird dieser langwierige und die Genauigkeit der Messung beeinträchtigende Schritt künftig hinfällig. Der Wechsel erfolgt jetzt durch Drehen des mit bis zu fünf Mikroskopobjektiven bestückten Revolvers – das gewünschte Objektiv ist in weniger als 10 Sekunden exakt positioniert und einsatzbereit.
Passend zur untersuchten Struktur – Details lassen sich bis hinab zu einer Größe von wenigen µm auflösen – können zum Beispiel Mikroskopobjektive mit 1×, 5× oder 10× Vergrößerung genutzt werden. Die Auswahl des gewünschten Objektivs wird über die zum Thermografiesystem mitgelieferte Kamerasoftware IRBIS® vorgenommen, ebenso wie die Fokussierung der Kamera und die Positionierung der Probe. Messungen von Übersichtsaufnahmen bis hin zu kleinsten Details bei maximaler Vergrößerung lassen sich so schnell und komfortabel realisieren.
Neben der schnellen Einsatzbereitschaft bietet der Objektivrevolver weitere entscheidende Vorteile: Durch seine hohe Präzision stimmt die Bildmitte bei allen ausgewählten Objektiven exakt überein. Eine vom Nutzer einmal identifizierte „Region of Interest“ bleibt trotz verändertem Bildfeld nach dem Objektivwechsel erhalten, wodurch eine aufwändige Neupositionierung entfällt. Außerdem wird durch den gleichmäßig sanften Antrieb des Revolvers sowie seine Verkleidung sichergestellt, dass die Genauigkeit der Messung weder durch Erschütterungen des Prüfobjektes noch durch einen unbeabsichtigten Wärmeeintrag beeinträchtigt wird. Zudem kann bei Bedarf am Objektivrevolver ein zusätzlicher Sensor – z. B. eine hochauflösende VIS-Kamera – angebunden werden. Die integrierte Kabelführung am Revolver sorgt dabei für einen hohen Bedienkomfort.
Für die Integration des mit dem Objektivrevolver ausgerüsteten Thermografiesystems in Automatisierungsprozesse steht eine Programmierschnittstelle zur Verfügung. Alle Fokusparameter der mit dem Revolver eingesetzten Mikroskopobjektive lassen sich bequem speichern und bei Bedarf abrufen.
Eine Besonderheit des Objektivrevolvers von InfraTec ist seine kompakte Bauform, die durch eine Schrägstellung der Rotationsachse erreicht wird. Dies erleichtert z. B. die Zuführung von Kontakten an die Probe, wie sie für die Anregung bei der Lock-In-Thermografie benötigt wird. Damit eignet sich der Objektivrevolver perfekt für den Einsatz mit dem Elektronik-Prüfsystem E-LIT, wobei sich auch bestehende Systeme nachrüsten lassen. Der Objektivrevolver kann aber auch für platzsparende individuelle Versuchsaufbauten im Labor genutzt werden. Das System ermöglicht radiometrisches Arbeiten, wobei die Temperaturkalibrierung der Kamera für die objektive Vergleichbarkeit und eine höhere Stabilität der Messergebnisse sorgt.



