Das Fenster eines Detektors ist die Schnittstelle zum optischen System. Es muss die inneren Komponenten vor Umwelteinflüssen schützen und gleichzeitig den spektralen Anteil der Infrarotstrahlung durchlassen, der für die Funktion des Detektors und damit für die Messaufgabe relevant ist.
Für Detektorfenster werden verschiedene gut infrarotdurchlässige Materialien eingesetzt. Da es kein ideales Fenstermaterial für alle Anwendungen gibt, muss jeweils im Einzelfall abgewogen werden, welche Eigenschaften besonders wichtig sind. So unterscheiden sich die Durchlässigkeitsbereiche, also die Spektralbereiche, in denen das Fenster praktisch nicht absorbiert, deutlich. Andererseits kann die unterschiedliche Lage der Absorptionskante (sprunghafter Übergang von schwacher zu stärkerer Absorption) gezielt genutzt werden, wenn Strahlung höherer Wellenlänge nicht detektiert werden soll. Dies wird als Blockung bezeichnet.
Fenster können mit einer Antireflexionsbeschichtung (ARC = anti reflective coating) versehen werden, um die Transmission in einem ausgewählten Spektralbereich deutlich zu verbessern. Das ist insbesondere bei Materialien mit hoher Brechzahl wie Silizium von Bedeutung, da Reflexionsverluste an den Grenzflächen mit steigender Brechzahl zunehmen.
Als Filter wird ein Fenster bezeichnet, wenn sein Durchlassbereich durch zusätzliche Maßnahmen weiter eingeschränkt wird. Dabei unterscheidet man Absorptions- und Interferenzfilter.
InfraTec verwendet ausschließlich Interferenzfilter, bei denen es durch Interferenzeffekte zu einer wellenlängenabhängigen Abschwächung oder Verstärkung der einfallenden elektromagnetischen Welle kommt. Dabei entstehen unterschiedliche spektrale Bereiche hoher und niedriger Transmission, was zur Herstellung verschiedener Arten optischer Filter und Antireflexionsbeschichtungen genutzt wird.
Je nach Applikation muss das Filter Strahlung in verschiedenen spektralen Bereichen durchlassen. Ein Langpass (LWP = longwave pass) lässt nur Strahlung oberhalb einer Grenzwellenlänge durch (cut-on). Ein Kurzpass (SWP = shortwave pass) sperrt dagegen ab einer gewissen Grenzwellenlänge (cut-off). Ein Bandpass kann als Kombination aus Lang- und Kurzpass betrachtet werden, wobei sich die Durchlässigkeitsbereiche so überlappen, dass ein Durchlassband entsteht. Abhängig von der Breite dieses Bandes wird das Filter als Breitbandfilter (WBP = wide bandpass) oder Schmalbandfilter (NBP = narrow bandpass) bezeichnet. Letztere sind besonders wichtig für die Gasanalyse.
InfraTec bietet Ihnen fünf Produktgruppen mit rund 50 verschiedenen pyroelektrischen Detektoren. Zum Spektrum gehören dabei Detektoren mit reduzierter Mikrofonie und integriertem Operationsverstärker sowie digitale Detektoren.
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